Sicherung des Streuobstgebietes "Hohl" Reiskirchen

Aktuell

Für das Jahr 2020 konnte die LPV weitere Fördermittel akquirieren, sodass das Projekt „Hohl“ weitergeführt werden kann.

Anfang des Jahres bekamen die Neupflanzungen einen erweiterten Schutz, weil eine Vielzahl der Parzellen von Rindern beweidet wird. Der Sommerriss zur Pflege der letztjährig geschnittenen Bäume wurde kalkuliert und an einen örtlichen Verein vergeben. Die Ausführung erfolgt im Juni/ Juli.

 

Ein großes Problem stellt die anhaltende Trockenheit dar, vor allem für die jungen Bäume. Nach den Sommern 2018 und 2019 ist der Grundwasserspiegel sehr niedrig und es regnet nicht ausreichend, um die jungen Bäume mit noch nicht voll ausgebildeten Wurzeln zu versorgen. Der Bauhof Reiskirchen nahm sich diesem Problem an und wässerte bereits mehrfach die Neupflanzungen in diesem Jahr.

 

Für den Herbst sind wieder Pflegeschnitte bei den 2018 geschnitten Bäumen geplant, die Neupflanzungen sollen ihren ersten Erziehungsschnitt bekommen. Außerdem organisiert die LPV die Ernte der nicht genutzten Obstbäume.

 

Weiterhin sind auch Neupflanzungen möglich. Parzellenbesitzer können gerne auf uns zukommen, damit wir diese mit Ihnen planen können. 

 

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Im Zuge der Sicherung von Streuobstgebieten ist es der Landschaftspflegevereinigung Gießen e.V. gelungen, Naturschutzmittel des Landes Hessen für das Streuobstgebiet „Hohl“ in Reiskirchen zu akquirieren.

 

Die LPV Gießen setzt mit Hilfe von Fördermitteln in den Jahren 2018, 2019 und 2020  Sanierungsmaßnahmen zum Erhalt des Streuobstgebietes um, da sich dessen Zustand im Laufe der Jahre weiter verschlechtert hat. Die LPV Gießen will durch die Sicherung des Streuobstbestandes dieser Negativentwicklung entgegenwirken und noch dazu zur Erhöhung der Artenvielfalt beitragen. Nichtsdestotrotz gilt es hier zu erwähnen, dass sich natürlich nicht alle Parzellen in einem schlechten Zustand befinden. Mancher Parzellenbesitzer steckt besonders viel Herzblut in den Erhalt seiner Obstbäume und kann so auf eine reiche Ernte hoffen. Aber nicht nur der Mensch profitiert von den Streuobstwiesen, sondern auch viele Tier- und Pflanzenarten nennen die Streuobstwiese ihr Zuhause. So finden insbesondere bedrohte Vogelarten wie der Steinkauz oder der Gartenrotschwanz in den Höhlen alter Obstbäume Unterschlupf und Nistmöglichkeiten.

 

Zu den Maßnahmen zählen:

  • Sanierungsschnitt alter Obstbäume
  • Neupflanzungen alter, heimischer Sorten und Anbringen von Baumschutz und Baumpfählen
  • Erziehungsschnitt junger Obstbäume
  • Vermittlung von Parzellen zur Grünlandpflege

Die Parzelleneigentümer haben die Chance, Leistungen der LPV in Anspruch zu nehmen und so den Zustand ihrer Streuobstflächen zu verbessern. Insbesondere durch die Neupflanzung wird einem Totalverlust des Streuobstgebietes effektiv entgegengewirkt.

 

Zur Entwicklung eines Schutzkonzeptes wurden betroffene Parzelleneigentümer im Sommer 2018 über das Vorhaben informiert. Das Projekt wurde von den Parzellenbesitzern gut angenommen, so dass im selben Jahr das Schutzkonzept entwickelt werden konnte. Im Winter konnten bereits an den ersten Bäumen ein Erziehungsschnitt vorgenommen werden. Auch wurden bereits 40 Jungbäume gepflanzt.

Durch die erfolgreiche Arbeit im Jahr 2018 konnten wir im Jahr 2019 weitere Eigentümer dazu gewinnen, ihre Streuobstparzelle mit Neupflanzungen zu versehen. Nach vielen Telefonaten und Rücksprachen konnten wir im Herbst 2019 ca. 120 junge Hochstämme pflanzen. Die Bäume bei denen im Vorjahr noch kein Schnitt erfolgte, wurden im Winter geschnitten.

Diese Arbeiten konnten nur mit einer Vielzahl an Helfern und Vereinen ausgeführt werden. Deren Leistung würdigten wir bei einem Pressetermin mit anschließendem Frühstück.

 

Was ist die "Hohl"?

Die "Hohl" ist ein Streuobstgebiet in der Gemarkung Reiskirchen, welches entlang des Bersröder Hohlweges (daher vermutlich der Name) verläuft und in Teilen an die Wohnbebauung angrenzt. Auf Grund dieser Nähe zur Wohnbebauung können die Streuobstwiesen als Naherholungsgebiet Reiskirchens bezeichnet werden. Nahezu alle Parzellen des Areals befinden sich innerhalb des FFH-Gebietes "Wieseckaue und Jossolleraue"

Das Gesamtgebiet mit seinen ca. 700 Hochstamm-Obstbäumen besteht nahezu ausnahmslos aus älteren Hochstamm-Obstbäumen. Neupflanzungen fanden sich vor Projektbeginn nur sehr vereinzelt. Es handelt sich zum überwiegenden Teil um Apfel- und Pflaumenbäume.

Anbei einige Impressionen aus der "Hohl":

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