Streuobstgebiet "Kaltenrain bei Steinheim"

Landschaftsökologisch und kulturhistorisch besitzt der „Kaltenrain“ bei Hungen-Steinheim (FFH-Gebiet) aufgrund des Vorkommens besonderer Grünland-Lebensräume (Magere Flachland-Mähwiesen), der Terrassierung des Geländes und wegen der alleinigen Größe des Gebietes eine besonders hohe Wertigkeit, die unbedingt erhalten werden sollte.

 

Streuobstbestände wie der „Kaltenrain“ stellen einen wichtigen Lebensraum für eine Vielzahl von bedrohten Pflanzen, Insekten und Vogelarten dar und sind demnach ein bedeutender Bestandteil der biologischen Vielfalt. Ferner sind die Streuobstwiesen aufgrund der traditionellen Bewirtschaftungsweise ein Teil unserer Landeskultur und typisch für unsere Heimat. Leider ist der Streuobstbestand in Deutschland und auch in Hessen in den letzten Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. Grund für die starke Gefährdung ist in den meisten Fällen eine unzureichende oder unterlassene Pflege der Bäume und der Wiesen.

 

Ziel des Projektes soll es sein, dieses Gebiet zu schützen und für künftige Generationen zu erhalten. Das bedeutet praktisch, die vorhandenen Obstbäume zu erhalten und zu pflegen, neue Obstbäume zu setzen, aufkommende Gebüsche zurückzudrängen und das Grünland so zu bewirtschaften, dass die für das Gebiet wertgebenden Pflanzenarten weiter wachsen können.

 

Die LPV sieht für das Streuobstgebiet eine Reihe an Pflegemaßnahmen vor. Hierzu zählen:

 

  • Erstpflegemaßnahmen: Entfernen/Zurückschneiden von Hecken/Gebüschen (Entbuschung), Erstherrichtung von aus der Nutzung gefallenen Parzellen
  • Baumschnitt (Altbäume)
  • Neupflanzungen
  • Jungbaumpflege
  • Wässern
  • Ernte
  • Nachernte
  • Organisation der optimalen Grünlandnutzung

 

Sollten Sie von uns ein Anschreiben bzgl. der Durchführung der o.g. Maßnahmen erhalten haben, so nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf.

 

 

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