Streuobstwiesen - Lebensraum, Obstlieferant und Kulturgut

Streuobstflächen sind Biotope mit enormer Biodiversität. Ihre Strukturvielfalt bietet für viele Tiere und Pflanzen Lebens- und Rückzugsraum in einer intensiven Agrarlandschaft. So können hier bis zu 5.000 Arten vorkommen!

 

Am wertvollsten ist eine Fläche, wenn sie möglichst groß ist und der Bestand aus Bäumen verschiedener Altersstufen besteht. In den alten Stämmen bauen Spechte ihre Höhlen, in die übrigens auch Fledermäuse, Siebenschläfer und andere Vögel gern einziehen.

Die Wiese unter den Bäumen kann mit der richtigen Bewirtschaftung sehr artenreich sein. In der Regel sollte am besten zweimal im Jahr gemäht oder beweidet werden. Zum Schutz vor Verbiss durch Weidetiere müssen die jungen Bäume dann eingezäunt werden.

Da sich viele Streuobstwiesen in einem schlechten Zustand befinden, übernimmt in einigen Projektgebieten die LPV die Pflege der Bäume und wenn gewünscht die Verwertung des Obstes. Daraus wird ein leckerer Saft gekeltert und dieser zum Selbstkostenpreis verkauft.

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